Andrea Gohl
Urban Walks

Walking can also be imagined as a visual activity, every walk a tour leisurely enough both to see and to think over the sights, to assimilate the new into the known..... It is the movement as well as the sights going by that seems to make things happen in the mind, and this is what makes walking ambiguous and endlessly fertile: it is both means and end, travel and destination. (Rebecca Solnit: Wanderlust)

Seit längerem interessiert mich die Frage, wie sich urbane Räume und Erfahrungen fotografisch darstellen lassen. Für meine aktuellen Erkundungen wähle ich dafür die Form des Spaziergangs. Langsam durchwandere ich Stadtgebiete, beobachte, verliere mich im Wechselspiel von Gedanken und Eindrücken. Ich fasse diese fotografischen Erkundungen unter dem Titel „Urban Walks“ zusammen.

Der Spaziergang ist eine Performance, eine nie eindeutige, nie vorhersehbare Versuchsanordnung, Methode und Ziel, Reise und Destination in einem. Diese Auflösung linearer Wege führt zu neuen fotografischen Erzählstrukturen, in denen unterschiedliche Bildräume und –typen gleichberechtigt nebeinander zu stehen kommen.

Verschiedenste Themen drängen dabei sich der Spaziergängerin auf – Städteplanung, Geschichte, Migration, wirtschaftliche Krise, das Wechselspiel von Natur und Kultur im städtischen Raum. Das Stadtlabyrinth ist voller Bilder, in denen sich Kräftelinien der Zivilisation überschneiden und verdichten. So wie sich Stadt in ihrem grossen architektonischen Gefüge lesen lässt, offenbaren sich in den Details eine Vielzahl von Geschichten, die durch den Kontext, den ich schaffe, erfahrbar werden. Die Fotografie fungiert dabei zugleich als Dokument und Erzählkeim.

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PROJECTS
Endell Street
The Landscape To Which This Belongs
Meditations In An Emergency
Set Pieces
Urban walks:
   Rome, Paris
   New York
   London
Hinterhof
Witterung
Annäherung 
Curtains & Windows 
all images © Andrea Gohl 2017